Die Hyperthermie ist ein anerkanntes Behandlungsverfahren, bei dem der Körper entweder insgesamt oder gezielt in bestimmten Regionen mit verschiedenen Verfahren erwärmt wird. Ziel ist es, einerseits durch Anregung und Unterstützung der körpereigenen Abwehr und/oder andererseits durch die erhöhte Wärme-Empfindlichkeit von erkrankten Geweben Heilungsprozesse günstig zu beeinflussen. Erst seit etwa zwei bis drei Jahrzehnten stehen zunehmend geeignete Geräte zur Verfügung, die einen effektiven Einsatz erlauben. Seitdem gewinnen die verschiedenen Hyperthermie-Verfahren in der Medizin zunehmend an Stellenwert.
Hyperthermie heute
Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit Onkologen und Strahlentherapeuten ist eine Voraussetzung der Hyperthermietherapie, die so früh wie möglich begleitend zum Einsatz kommen soll. Aufgrund der immunstimulierenden Wirkung und der gezielten Schädigung von erkranktem (Krebs-)Gewebe kann die Hyperthermie auch darüber hinaus bei einer ganzen Reihe von chronisch verlaufenden Erkrankungen angewendet werden. Das Spektrum reicht von der Behandlung von Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte über rheumatische Erkrankungen bis zum Bluthochdruck oder zum Burnout-Syndrom.
Hyperthermie, auch Thermotherapie genannt, ist eine Form einer multidisziplinären medizinischen Behandlung, bei der das Körpergewebe erhöhten Temperaturen ausgesetzt wird, mit dem Ziel, Tumorgewebe zu zerstören und Synergieeffekte mit Chemotherapien, Strahlen oder anderen Substanzen auszunutzen. Hyperthermie ist neben der Immuntherapie eine weitere Säule in der Krebstherapie, die komplementär zur Chemo- und Strahlentherapie eingesetzt werden kann.
Ideale komplementäre Behandlung
Die Hyperthermie ist eine gut untersuchte und effektive Methode in der modernen Medizin. Die Ergebnisse experimenteller und klinischer Studien weisen darauf hin, dass Hyperthermie eine ideale komplementäre Behandlung und ein starker Sensibilisator für die Radio- oder Chemotherapie ist. Neue technische Methoden und umfassende experimentelle und klinische Prüfungen haben die Effizienz dieser Methode demonstriert. Je nach Lage, Größe und Entität der Tumoren bzw. anderer chronischer Erkrankung kommen verschiedene technische Methoden der Wärmeinduktion zur Anwendung.