Über die verschiedenen Methoden der Hyperthermie in Kombination mit Strahlen- und /oder Chemotherapie liegen inzwischen umfangreiche klinische Untersuchungen vor. Im Allgemeinen ermöglicht die Kombination eine klinisch signifikante Verbesserung der therapeutischen Effizienz.
Ganzkörperhyperthermie:
Über die Ganzkörperhyperthermie liegen Studien vor, die eine
Durchführbarkeit der Methode belegen und ein besseres Ansprechen insbesondere
bei therapierrefraktären und -resistenten Erkrankungen erwarten lassen.
Indikationen für die Ganzkörperhyperthermie:
Die Hyperhermie hat ein weites Indikationsspektrum für
therapieresistente Krankheiten. Z.B.:
Krebserkrankungen
Rheumatische Krankheiten
chron. Rückenschmerzen - Ischialgien
Fibromyalgie (s. RCT-Studie 2007)
Arthrose
Neuralgien
Asthma bronchiale
Neurodermitis
Migräne
Arterielle Hypertonie
Morbus Bechterew
u.v.m.
Lokale Hyperthermie:
Untersuchungen zeigen übereinstimmend deutlich höhere Raten
an kompletten Remissionen in der Kombination von Strahlentherapie mit
Hyperthermie im Vergleich zur Strahlentherapie allein. In mehr als 28
randomisierten kontrollierten klinischen Studien wurde die Hinzunahme von
Hyperthermie zur Radio- oder Chemotherapie untersucht. In 21 Studien wurden
signifikant bessere Ergebnisse durch die Kombination mit Hyperthermie erreicht.
Insbesondere bei der Behandlung von Patienten mit primären hochmalignen Hirntumoren, in unserem Institut, (Gliome WHO Grad III und IV) wurden bei fortgeschrittenen, therapieresistenten Patienten komplette und lang anhaltende partielle Remissionsraten erzielt, die sehr viel versprechend und den bisherigen Methoden deutlich überlegen sind.